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Dienstag, 16. September 2008

Währenddessen auf MySpace...

Unser Webkünstler vom Dienst, der Herr Richberg, hat das eh schon gute Design der MySpace-Seite noch ein wenig gepimpt und verschlankt.
Das hilft auch, die inzwischen entweder atemberaubende oder unglaubwürdig hohe Anzahl von MySpace-Kontaktern&Freunden übersichtlicher zu gestalten.
Und topp:
Seit einiger Zeit steht dem geneigten Zuhörer als erster Track im MySpace-Player eine Vorabmischung der Aufnahmen von "Southern Madness" zur Verfügung.
Lautdrehen!!! Anhören!!!
Enjoy!!!

Donnerstag, 31. Juli 2008

Kein Mensch ist zu alt, um etwas Neues zu wagen

Sollte man in der zweiten Hälfte seines Lebens noch einen Aufbruch wagen? Oder ist das Gehirn zu unflexibel, um sich umzustellen? Unsere Autorin hat die neuesten Ergebnisse der Neurowissenschaft ausgewertet. Ihre erfreuliche Botschaft: Das Gehirn ist flexibler, als wir denken. Es ist niemals zu spät für irgendetwas.

Mit diesen aufmunternden Worten, frisch geklaut irgendwo aus der Welt, melden wir Vollzug.

volcanic revolver as used by BGCNach erfolgreichem Pimpen einiger Läufe bei der vorhergehenden Probe, die ganz im Zeichen der Instrumentalistik stand (d.h. ohne nervige Sänger) und den ersten Probeläufen eines Neuen Songs (näheres dazu bald auf diesem Kanal), konnten wir bei der Probe am 27. Juni noch einen Schritt weitergehen. Anstelle den Neuen Song ohne in voller Besetzung zu sein weiter zu verkomplizieren, stellte unserer geschätzter MainComposer einen Neuen Neuen Song in die Mitte des Raums, wir bestaunten ihn angelegentlich und dann ging's daran, dem Jungchen das Laufen beizubringen.

Insgesamt ein gefälliger, schneller und schmutziger Song, ein Blutsbruder von Southern Madness, der zumindest unseren Sänger nach anfänglichem Schimpfen sprachlos zurückliess.* Okay, also da ist dieser Mann, ähem... und er spricht zu dieser Frau...äh... und irgendwas Schlimmes passiert... äh... oder so. T-Bone Ribs? Am Bayou?


* Fuck, dude, ich habe jetzt schon mindestens ein Notizbuch voll mit Lyricfetzen für den Neuen Neuen Song. Aber was reimt sich auf "Sex, Death and BBQ"?

Sonntag, 25. Mai 2008

Songgeschichte :: Southern Madness (4)

Fassen wir also zusammen: Southern Madness, ein Song, der nach Statement unseres Gitarrenhelden & Composers Henning S. inspiriert ist vom Feeling von Filmen wie "Planet Terror" - "Whiskey, Sex, Tod und Barbeque". In der - zum Beispiel beim legendären Schanzengig - veröffentlichten Version klingt das auch gut an.

Um unter Zeitdruck einen passenden Text zu finden, griff sich unser Texter (moi) den Zettel mit alten Lyrics (Hey Joe an der Elbe) mit Namen "Down By the River" und passte ihn gedanklich bzw. metrisch bzw. na so eben an die Melodie von Southern Madness an. Ecce: "Southern Madness", Take One bzw. "Le Swamp Version".

Während dies prinzipiell genug Tod und Sex hat, dazu noch den netten Sumpfpredigertouch, genügt ein sachter Hinweis darauf, dass etwas ganz ähnliches bereits vor einiger Zeit veröffentlicht wurde, nämlich von Neil "Axe-Murderer" Young bzw. Crosby, Stills, Nash & Young. Als Homage mag sowas angehen, aber man will ja originell bleiben. (Das ist ein bischen so wie die Folge von "Ausgerechnet Alaska", wo der DJ eine Kuh mit einem Katapult verschiessen wollte, und erst damit aufhörte, als man ihn darauf hinwies, dass es soetwas schon mal in "Die Ritter der Kokosnuss"gegeben habe...)

Und das ist das Ende dieser langwierigen Geschichte, die niederzuschreiben länger dauert als es sich attsächlich zugetragen hat. Gut dass die Woche vor dem Gig Henning unseren dickschädeligen Texter (moi) doch noch weiter motiviert hat... So entstand wenigstens noch was Gutes, frisch vom Blatt in die Menge gebrüllt...

Demnächst an diesem Ort: Neue Songs, neuer Wahnsinn, diesmal kurz und bündig. Cheerio!

Freitag, 23. Mai 2008

Songgeschichte :: Southern Madness (3)

Um einen guten Song hinzubekommen - Riff, Rhythmik, Melodie und Text zu vereinen in einer Hochzeit von Himmel und Hölle, um einmal prätentiös (und unzusammenhängend) William Blake zu zitieren, bedarf es schon etwas mehr. Harmonie, könnte man sagen, und natürlich ein offenes Ohr. Auf den fast fertigen Song, den die Saiten- und Perkussionsvituosen der Band in einer sängerfreien Probe einstudierten, konnte man schon ganz gut Bruchstücke von "Down By The River" legen, schön drückend und unangenehm - natürlich passte die ewige Wiederholung der Rhythmik nun gar nicht auf den doch sehr energischen Refrain.

Macht aber nichts, den Text hierzu zu konstruieren dauerte nur ein paar Minütchen, wobei man sogar klassische Vorgaben an Silbenzahlen beachten konnte. Man braucht also nicht immer Ewigkeiten, um etwas Passendes zu schreiben, wer hätte das gedacht.

Die Improvisierte Textanordnung (con rocky Refrain) schaffte es sogar auf eine Prägig-Schnellaufnahme, die man sich irgendwann auf unserer Compilation von GarageDay-Hits and Misses anhören kann, nachdem die Bänder gesäubert, digital remastered und vom Boston Philharmonic Orchestra neu aufgenommen werden. So gerüstet wanderten wir zurück an unsere Schreibtische, und der Textermann tat was nur ein Texter kann, er optimierte die Textfragmente aus "Down By The River" zu einem neuen feinen Song, der echt gut auf die Rhythmik und Melodie des Songes, der inzwischen schon "Southern Madness" hiess, passte.

Not bad... und hier kommt es...

Down by the river
The black orchids sigh
I caught my ol’ woman
Messing with a another guy
Down by the river, the big grey river
I caught ‘em fooling around
Caught my lady on her knees
Gotta take her down

Chorus
Love me, Baby,
You know I’ve been actin’ crazy
But don’t ask me, Baby,
Just where your sister’s gone

Down by the river
I stand with a cloud o’er my head
The preacherman has told me
How blissful sleep the dead
Down by the river, the big grey river
I dig a hole in the ground
I know I’m crying
But there is no sound

Chorus
Instrumental
Double Chorus



Schon nicht schlecht, nicht? Der Gesang der Schwarzen Orchideen... und auf die rhythmisch aufregende Stelle in der Mitte der Strophe geradezu einhämmernd immer wieder der Verweis auf den Fluss, wo das unsagbar Schreckliche geschehen ist... das hat schon was von Südlichem Wahnsinn (von Nick Cave allerdings auch). Abgefahren, Mann... Das heisst natürlich nicht, dass dies wirklich das war, was man gebrauchen konnte...

Lesen Sie weiter in Teil 4 >>>

Dienstag, 6. Mai 2008

Songgeschichte :: Southern Madness (2)

Ja, Hey Joe an der Elbe. Jedenfalls hatte unser Texter vor geraumer Zeit die glorreiche Idee, so etwas dumpf treibendes düsterliches zusammenzuschustern, was ungefähr' in Richtung "Hey Joe" hinkommen würde. Sie wissen schon, die Geschichte von einem Typen, der seine Frau beim Rummachen mit'm andern Macker erwischt. So jedenfalls hat es Torfrock mal zusammengefasst. Zusammen mit der eindringlichen Zeile "Down by the river, the gray big river" (was jeder, der die Elbe einmal am Morgen gesehen hat, verstehen wird) und Fragmenten von Hey Joe kam also schnell ein vorläufiger Text zusammen - eine Songidee, ein Exposé sozusagen - woraus man mal was machen könnte. Dementsprechend lag der Text, unter dem Titel "Down by the Big Gray River" also im Proberaum herum, als sich "Southern Madness" begann aus dem kreativen Prozess herauszukristallisieren.

Down by the river, the big grey river
I stand with a gun in my hand
Down by the river, the big grey river
I caught my woman with a another man
Down by the river, the big grey river
I caught her messing around
Down by the river, the big grey river
I took my old lady down

Down by the river, the big grey river
I stand with a gun in my hand
Down by the river, the big grey river
tears fall on splattered sand
Down by the river, the big grey river
I dig a hole in the soft ground
Down by the river, the big grey river
I wonder why there’s no sound

Down by the river, the big grey river
I stand with a cloud over my head
Down by the river, the big grey river
under the banks there sleep the dead
Down by the river, the big grey river
Graves slowly fill with the tide
Down by the river, the big grey river
Slowly she slips from my sight



Holla, ganz schön düsterlich, nicht? Irgendwie bekommt man den Verdacht, usner Texter wollte Nick Cave nacheifern. Viel Ähnlichkeit mit dem Song, seiner Dramatik - oder auch nur dem, was ihn inspiriert und vorangetragen hat - hatten diese Lyrics jedoch nicht. Andererseits, an diesem Punkt der Geschichte hatten Musik und Text noch nicht einmal zusammengefunden.

Lesen Sie weiter in Teil 3 >>>

Montag, 5. Mai 2008

Songgeschichte :: Southern Madness (1)

Opener des ersten Konzertes des BGC war der treibende schweißnaße Song "Southern Madness" (auch "Madness of the Day" nach dem Refrain), ein Song den wir extra für unser liebenswertes Publikum geschrieben haben. Ein Song, der nach Statement unseres Gitarrenhelden & Composers Henning S. inspiriert ist vom Feeling von Filmen wie "Planet Terror" - "Whiskey, Sex, Tod und Barbeque". Sehr passend, nicht wahr?

Wenn man in die Lyrics reinlinst, scheint das auch so ungefähr hinzukommen. Ein wenig Creedence Clearwater Revival, ein bischen Motorpsycho, aber insgesamt kommt der textliche Wahnsinn vor allem durch die Musik zum tragen, die Gewalt delikat dargereicht im Understatement. Dass der Text definitiv eigentlich erst eine Woche vorher in Bruchstücken aus dem Hirn des Texters tropfte, ist dann bloss eine erfreuliche, weil termingerechte, Info. Tatsächlich hätte der Song jedoch auch ganz anders heissen und klingen können, hätte man nicht noch einmal nachgefasst.

Und hierin, wie der Dichter sagt, liegt eine Geschichte verborgen.

Denn wenn die Woche vor dem Gig Henning unseren dickschädeligen Texter nicht noch weiter motiviert hätte, wäre aus "Southern Madness" eher etwas geworden wie Hey Joe an der Elbe oder so...

Lesen Sie weiter in Teil 2 >>>

Sonntag, 27. April 2008

Lyrics :: Southern Madness

There’s a bead of sweat
Tricklin’ down my head
Now that all’s said and done
Better put the radio on
I got the fever, the bad black fever
Runnin’ high today
Better count your bullets
Trouble’s on the way

Chorus
Save me, Baby,
I know that I’ve been actin’ crazy
(You gotta) save me, Baby,
From the madness of the day

Babe put yer skirt down
Ain’t no time to fool around
Lissen to the radio
A storm is a-gonna blow
It’s that badness, that Southern Madness
Callin’ me out tonite
One last drink for the road
Gear up for the fight

Chorus
Instrumental
Double Chorus


Zur langen Genese dieses Songs werden wir in der nächsten Zeit mal ein paar lustige Outtakes veröffentlichen. Die hier veröffentlichte Version der Lyrics hat unser Texter in den Morgenstunden des 25. 4. zusammengereimt - sozusagen als Geburtstagsgeschenk an sich selbst. Excelsior!

Montag, 21. April 2008

After the Show

Holla, was ein Sonntag.
Und das ist noch bescheiden ausgedrückt.
Es macht schon eine ganze Menge aus, wenn man mal einen ganzen Tag, so zwischen 13 und 21 Uhr im Proberaum investiert.
Nicht nur, dass wir das gesamte Set zusammen haben, das wir bei unserem megageilen Gig spielen werden, und gleich bootlegmäßig aufgenommen haben - neijen!
Die Band hat dankenswerterweise letzten Montag, einen Tag anch der letzten Probe, noch einen Zusatztermin dazugehängt, um an den Feinheiten zu arbeiten und dabei noch einen neuen eigenen Song arrangiert, den wir jetzt sozusagen frisch aus der Feder auch beim Schanzenfestival dem geneigten Publikum vorspielen werden.
Eine kleine, flotte Nummer, der wir gestern noch mit ein bischen Kürzen und Pitchen einen Text verpasst haben und die Southern Madness heissen soll...

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